Goldmedaille für Florian Berger bei der International Junior
Science Olympiad in Südkorea
Florian Berger hat bei der 5. IJSO, der "International Junior Science
Olympiad", in Südkorea im Dezember eine Goldmedaille errungen. Der
15-jährige Schüler des Werner-Heisenberg-Gymnasiums Leverkusen gehörte
zum deutschen Team, das vom 4. bis 16. Dezember 2008 in Changwon im
Wettstreit mit 261 unter sechszehnjährigen Schülerinnen und Schülern aus
44 Nationen seine herausragenden Leistungen in den Naturwissenschaften
unter Beweis gestellt hat. Zwei Goldmedaillen und vier Silbermedaillen
für die sechs deutschen Teilnehmer waren der Lohn. Dieses ausgezeichnete
Ergebnis ist das beste, das eine deutsche Mannschaft bisher erreichen
konnte, und führte für Deutschland international zu einer Platzierung
auf Rang 4 neben Russland. Herzliche Gratulation an das gesamte deutsche
Team!
In dem internationalen Wettbewerb standen die Schüler in den
Fachbereichen Biologie, Chemie und Physik bei theoretischen Klausuren
und praktischer Laborarbeit vor enorm hohen Herausforderungen, zudem
mussten sie über theoretisches Wissen in Astronomie verfügen. Aber der
Aufenthalt in Korea bot nicht nur Prüfungen, sondern stand auch im
Zeichen der internationalen Begegnung und der Vermittlung
erlebnisreicher Eindrücke vom Gastgeberland, wozu beispielsweise der
Besuch des Gimhae Nationalmuseums, eines Pferderennstalls, eine Führung
durch das Junam Vogelschutzreservat und Shopping-Erlebnisse gehörten.
Die eindrucksvolle Eröffnungs- und die festliche Abschlussfeier mit der
Bekanntgabe der Wettbewerbsergebnisse und der Medaillenvergabe waren für
alle Teilnehmer die absoluten Höhepunkte des zehntägigen Programms.
Florian freut sich riesig über seine Goldmedaille, darf er sich doch
nun zu den 10% besten Naturwissenschaftstalenten der IJSO 2008 zählen.
Auf dem Weg zu diesem Höhepunkt hat er viele Jahre hindurch bereits eine
Reihe von Wettbewerbserfolgen erringen können. Neben zahlreichen
Erfolgen bei Mathematikwettbewerben erhielt er im Jahr 2007 bei der 4.
IJSO in Taiwan eine Silbermedaille, war seit der 7. Klasse mehrfach
Preisträger beim nordrhein-westfälischen Experimentalwettbewerb "Chemie
entdecken" und hat 2009 die Aufgaben der zweiten Runde der
Internationalen Chemieolympiade, die sich eher an Oberstufenschüler
richtet, so gut gelöst, dass er in das Landesseminar NRW eingeladen
worden ist. Es bleibt spannend, bis zu welcher Runde der Internationalen
Chemie-Olympiade 2009 er sich qualifizieren kann.
Diese Erfolge
stellen sich - bei aller vorhandener Begabung - nicht mühelos ein,
sondern erfordern gezielte, intensive Vorbereitung, hohen Zeiteinsatz,
gutes Zeitmanagement und breite Fähigkeit zu eigenständigem Lernen.
Daneben sind ist auch die Unterstützung durch Schule und Elternhaus ein
wichtiger Erfolgsfaktor. So haben z. B. Ferienkurse für interessierte
Naturwissenschaftsschüler, Teilnahmemöglichkeiten am
naturwissenschaftlichen Unterricht höherer Klassenstufen, individuelle
Betreuung in Chemie, Physik und Mathematik auch außerhalb der
Unterrichtszeit durchaus zum Gesamterfolg beigetragen.
Für Hobbys
bleibt außerhalb der Ferien dann kaum Zeit, obwohl Florian sich für das
Steigenlassen von Lenkdrachen und Raketen begeistert, gerne fotografiert
und sich immer wieder bei Langstreckenläufen entspannt. Nach seinen
Zielen für die nächste Zukunft befragt, antwortete er: "Ich würde mich
sehr freuen, wenn ich Deutschland als Chemie-Experte bei der EUSO (European
Union Science Olympiade) 2009 vertreten dürfte". Wir sind gespannt, ob
dies möglich wird!
Dr. Elke Schumacher