Bericht über das
Herbstpraktikum 2011 bei Currenta in Dormagen
Am 24.10.2011 trafen wir uns am
Besucherempfang des "Chemparks" Dormagen zu unserem viertägigen
Praktikum. Wir waren eine bunt zusammengewürfelte Gruppe, die sich zum
Großteil nicht kannte, aber trotzdem voller Vorfreude war. Nach einer
kurzen Sicherheitseinweisung und einer Rundfahrt durch den "Chempark"
trafen wir auf unsere Betreuer, die Ausbilder Frau Herten, Herr Wirtz
und Frau Hinrichs sowie deren Auszubildende. Nach einer
Vorstellungsrunde begannen wir ohne viel Zeit zu verlieren mit der
ersten Aufgabe einer Internetrecherche. Dabei sollten wir uns über
Acetylsalicylsäure (ASS) informieren, mit anderen Worten der Frage
nachgehen: "Wie stellt man Aspirin her?" Diese Art von Aufgabenstellung
war uns aus dem vorangegangenen Wettbewerb bereits bekannt. Nach dem
Mittagessen verglichen wir unsere Ergebnisse und begannen mit den
Vorbereitungen und dem Aufbau der komplizierten
Vierhalskolben-Rührapparatur. Dann sind wir mit Bus und Bahn als Gruppe
zur Jugendherberge in Köln-Riehl gefahren, wo uns Herr Neifer erwartete
und uns die ganze Zeit kompetent betreute. Wir bezogen unsere Zimmer und
aßen zu Abend. Während die einen in der Kölner Innenstadt einen netten
Abend verbrachten, blieben die anderen in der Jugendherberge und
amüsierten sich dort.
Am nächsten Morgen starteten wir direkt nach der
Ankunft im Ausbildungslabor mit der Synthese von Acetylsalicylsäure. Die
Edukte Salicylsäure, Essigsäureanhydrid und Eisessig wurden abgemessen
und jeweils in unsere Apparatur gegeben. Jeder von uns 13 Teilnehmern
arbeitete unter anderen Versuchsbedingungen: Jeder nutzte eine andere
Temperatur für die Reaktion der Synthese, und eine Hälfte der Schüler
erhielt zusätzlich noch Schwefelsäure als Katalysator. Nach der
Mittagspause führten wir die Reaktion zu Ende und begannen danach, die
Apparatur abzubauen. Wir nutschten die Flüssigkeit vom erhaltenen weißen
Produkt ab, um anschließend eine Feucht- und Trockenausbeute ermitteln
zu können. Zurück in der Jugendherberge besuchte uns Frau Furken vom
"Chemie entdecken"-Team und erkundigte sich nach unserem Wohlbefinden.
Den Abend ließen wir in Ruhe ausklingen.
Am Mittwoch führten wir eine
Dünnschichtchromatografie und Schmelzpunktbestimmung durch, um die
Reinheit und Hauptbestandteile unserer Produkte zu analysieren. Nachdem
wir die Vorgehensweise besprochen hatten, bekamen wir von den Azubis
gezeigt, wie die Analyse abzulaufen hat. Während des Tages besuchte uns
Frau Dr. Schumacher, um sich über den Stand der Synthese zu erkundigen.
Abschließend verglichen wir unsere Ergebnisse, um einen Überblick über
die durchgeführten Experimente zu bekommen und die optimalen Bedingungen
für die Synthese zu finden. Nach dem Praktikum fuhren wir zusammen nach
Köln und verbrachten den Spätnachmittag dort. Nach dem Abendessen fingen
wir an, diesen Bericht zu verfassen.
Den letzten Tag haben wir zur genauen Bestimmung
unserer Produkte genutzt. Dabei handelte es sich um eine fotometrische
Analyse mit Eisen(III)-Chlorid. Als optimale ASS-Synthesebedingungen
erwiesen sich danach Reaktionstemperaturen von 90 - 110 °C und der
Zusatz des Katalysators Schwefelsäure.
Zusammenfassend können wir sagen, dass unsere
Erwartungen an das Praktikum voll erfüllt worden sind und dass wir sehr
gut über die Berufsmöglichkeiten im Fachbereich Chemie informiert
wurden. So können wir uns jetzt ein Netz für unsere Zukunft aufbauen,
welches wir technisch gesehen in der Jugendherberge leider nicht hatten
;).
Wir bedanken uns bei
unseren Betreuern, Ausbildern, den Azubis und dem "Chemie
entdecken"-Team, die uns dieses Praktikum ermöglicht haben. Weiterer
Dank gilt unseren Förderern, vor allem Currenta.
Oktober 2011
Teilnehmerinnen und Teilnehmer